Mehr Platz – mehr Zufriedenheit!

Ich stehe vorm Schrank und finde fast nie auf Anhieb was ich suche. Mein altes Lieblings-Shirt wird von einem neuen abgelöst, doch ich kann mich von dem alten einfach nicht trennen. Es liegt nur noch herum – und nimmt Platz weg. Zu viele Besitztümer führen leider dazu, dass alles irgendwann nur noch vollgestopft ist. Sie nehmen Platz weg und müssen ständig umgeräumt werden. Wenn ich mir eine neue Wimperntusche kaufe, dann werf ich selten die alte weg, sie bleibt einfach mit dem letzten Rest liegen. Bis ich mich irgendwann dazu überwinden kann, sie doch wegzuschmeißen.
Viele Menschen setzen darauf, weniger ist mehr und weniger macht glücklicher. Mehr Zufriedenheit durch Minimalismus. Das will ich auch probieren.

1. Trenne dich von Dingen, die du nicht mehr brauchst

Am meisten fällt mir auf, wieviel ich eigentlich besitze und was ich gleichzeitig nicht mehr nutze,  wenn ich vor meinem Kleiderschrank stehe. Jeden morgen das gleiche Spiel: Ich weiß nicht was ich anziehen soll. Obwohl mein Kleiderschrank fast auseinander bricht.
Manche Menschen besitzen nur 50 Kleidungsstücke und tauschen sobald sie etwas neues kaufen das alte Teil aus. Somit kommt nicht immer mehr hinzu. Für mich wären 50 Teile viel zu wenig und auch undenkbar. Trotzdem versuch ich mich darin, weniger zu kaufen und mich von Dingen zu trennen, die ich nichtmehr nutze. Neues Shirt rein, altes Shirt, das ich nichtmehr trage, raus. Nach meiner letzten radikalen Ausmist-Aktion habe ich meine Klamotten auf Kleiderkreisel gestellt . Gut 60 (!) Teile, die seit Jahren bei mir lieblos im Schrank liegen und nichtmehr beachtet werden. Es tut unglaublich gut, sich von Sachen zu trennen und Platz zu schaffen. Und dabei jemand anderem eine Freunde zu machen. Man hat einen viel besseren Überblick und seine Lieblingsteile griffbereit.

2. Kaufe nur Dinge, die du wirklich brauchst

Ich selber versuche mir weniger Klamotten zu kaufen, Shoppen ist ein unglaublich schlechten Hobby, vor allem für meinen Geldbeutel. Das klappt tatsächlich ganz gut, ich hab seit stolzen 4 Wochen kein Kleidungsstück mehr gekauft. (Für manche normal, für mich leider tatsächlich eine Hürde.)
Beim Lebensmittel einkaufen versuche ich momentan wirklich nur gezielt das zu kaufen, was auf meinem Einkaufszettel steht und was ich wirklich, wirklich diese Woche zum kochen brauche. Meine Süßigkeitenschublade ist nämlich bis zum Rand gefüllt, mit Spontan-Käufen aus Lust auf Schokolade.

Statt spontan etwas zu kaufen, überleg dir, ob es wirklich einen (dauerhaften) Nutzen hat. Oder ob es nach ein paar Wochen nur noch Platz wegnimmt.

3. Investiere mehr in Dinge, die dich glücklich machen

Allgemein versuche ich mein Konsumverhalten zu zügeln. Ich gebe so viel Geld aus für materielles, was mich kurz glücklich macht und dann in der Ecke liegt. Stattdessen investiere ich jetzt mehr Geld und Zeit in Dinge, die mich dauerhaft oder richtig glücklich machen. Statt mir schon wieder ein neues Top zu kaufen, werf ich einfach mal 20 Euro in eine Spardose für meinen nächsten Urlaub.

4. Konzentriere dich auf das was du hast, statt auf Dinge die du nicht hast

Eigentlich steht der Punkt für sich. Statt traurig zu sein, dass man sich nicht schon wieder das neueste Handy leisten kann, sollte man einfach etwas dankbarer sein, dass man überhaupt eins hat. Manchmal braucht man auch nicht direkt ein neues Handy, ein neuer Akku tuts manchmal auch. Upgraden, statt wegwerfen.

Ihr sollt aber nicht plötzlich alles wegwerfen und auch nicht, nichts mehr neues kaufen, sondern einfach ein Bewusstsein schaffen für das was ihr habt und braucht. Gewohnheiten brauchen 21 Tage um im Bewusstsein anzukommen. Wer also jeden Tag morgens ein Glas Wasser trinkt direkt nach dem Aufstehen, der übernimmt dieses Verhalten automatisch und die Routine wird verankert.
Das gleiche funktioniert auch mit unserem Konsumverhalten. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und es fällt oft schwer sich zu ändern- hat man es aber einmal geschafft, sein Verhalten zu ändern, profitiert man dauerhaft davon.

Also stelle ich mir jedes mal die Frage, bevor ich etwas in den Einkaufs- oder Warenkorb lege: Brauch ich das wirklich? Gefällt es mir später auch noch? Hat es einen (dauerhaften) Nutzen?

– Lisa


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